Maklerprovision

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Die Maklerprovision erhalten Makler nach der erfolgreichen Vermittlung einer Immobilie.

Definition Maklerprovision – Was ist das?

Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, bezeichnet die Gebühr, die Immobilienmakler nach der erfolgreichen Vermittlung einer Immobilie erhalten. Ausschlaggebend für die Maklerprovision ist ein Unterzeichneter Miet- oder Kaufvertrag, dessen Zustandekommen durch den Makler erreicht wurde.

Bei der Courtage handelt sich folglich um ein erfolgsabhängiges Honorar. Für dessen Höhe spielt es dabei keine Rolle, welchen Aufwand der Makler hatte, sondern die Entlohnung erfolgt prozentual zum vermittelten Immobilienwert.

Wann kann die Maklerprovision verlangt werden?

Immobilienmakler haben laut §652 BGB Anspruch auf eine Maklerprovision, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Ein Maklervertrag wurde abgeschlossen
  • Die Maklertätigkeit wurde erbracht
  • Ein Kauf- oder Mietvertrag wurde abgeschlossen
  • Ursache des Vertragsabschlusses war die Maklertätigkeit
  • Der Vertrag war nicht im Nachhinein unwirksam

Höhe der Maklerprovision

Im Gegensatz zu den Notarkosten, gilt für die Maklercourtagekeine Gebührenordnung. Die Höhe der Provision ist entsprechend frei verhandelbar. Für die Vermittlung von Mietwohnungen wurde die Höhe allerdings auf maximal zwei Nettokaltmieten begrenzt.

Beim Immobilienverkauf wird die Höhe der Courtage prozentual zum vermittelten Immobilienwert berechnet. In den meisten Bundesländern werden diese Kosten zwischen beiden Parteien zur Hälfte geteilt, sodass sowohl Käufer als auch Verkäufer eine Courtage von etwa 3,5% des Kaufpreises zahlen müssen. In einigen Bundesländern wie Hamburg, Bremen oder Berlin muss die Maklerprovision allerdings komplett vom Käufer übernommen werden.

Wer zahlt die Maklerprovision?

Seitdem Anfang 2015 das Bestellerprinzip eingeführt wurde, muss derjenige, der den Makler bestellt, auch für dessen Entlohnung aufkommen. Bei der Vermietung von Mietwohnungen ist dies beispielsweise meist der Eigentümer. Die Regelung soll Mieter finanziell entlasten.

Hinsichtlich des Immobilienverkaufs gilt das Bestellerprinzip allerdings nicht. Zwar wurden etwaige Änderungsvorschlage bereits in der Politik debattiert, aber noch nicht konkretisiert oder gar umgesetzt. So gibt es hier noch keine gesetzlich festgelegte Regelung, wer die Maklercourtage übernimmt. Oftmals ist es aber so üblich, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer einen Teil zahlen.

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Von |2019-08-14T12:33:30+01:0014. August 2019|
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