Energieausweis

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Der Energieausweis, auch Energiepass, einer Immobilie enthält Daten zur Energieeffizienz und den anfallenden Energiekosten eines Gebäudes. Das Dokument soll diesbezüglich den Vergleich mehrerer Objekte ermöglichen.

Definition Energieausweis – Was ist das?

Der Energieausweis ist ein Dokument, welches eine Bewertung der energetischen Eigenschaften einer Immobilie abbildet. Die entsprechenden Gesetze sind in der EnEV (Energieeinsparverordnung) festgehalten.

Gründe für die Einführung des Energieausweises sind zum einen die Auswirkungen eines zu hohen Verbrauchs auf die Umwelt und zum anderen die hohen Energiekosten für Miete beziehungsweise Eigentümer. Der Energiepass soll Laien eine bessere Vergleichbarkeit der energetischen Standards ermöglichen.

Diese Informationen stehen im Energieausweis

  • Im Punkt „Energieverbrauchskennwert“ ist der berechnete Verbrauch ablesbar.
  • Der Verbrauch wird dabei in der Größe kWh/m² angegeben.
  • Für eine einfache Einschätzung über die Höhe des Verbrauchs wird dieser in auf einer farbigen Zahlenskala eingetragen.
  • Diese Skala wird in 50er-Schritten von 0 bis >400 geführt und wechselt von grün über gelb bis hin zu rot.
  • Eine weitere Grafik zeigt Vergleichswerte, etwa mit dem Durchschnittsverbrauch eines Einfamilienhauses.
  • Falls vorhanden, umfasst der Energieausweis außerdem die Verbrauchserfassung der letzten drei Abrechnungsperioden.

Der Energieausweis ist Pflicht

Seit 2009 ist der Energieausweis bei Wohngebäuden in Deutschland Pflicht. Deshalb haben potenzielle Mieter oder Käufer das Recht, vor einer Vertragsunterschrift den Energieausweis vom Eigentümer einzufordern. Kann dieser nicht vorgelegt werden, droht unter Umständen ein Bußgeld.

Seit dem 1. Mai 2014 müssen Verkäufer oder Vermieter den Energie-Effizienzstandard sogar schon in der Immobilienanzeige angeben, spätestens bei der Besichtigung muss dieser aber verpflichtend vorgelegt werden.

Wer darf den Energieausweis ausstellen?

Energieausweise für bestehende Nicht-Wohngebäude können u.a. ausgestellt werden von:

  • Hochschulabsolventen aus den Bereichen Hochbau, Bauingenieurwesen und Physik

Energieausweise für bestehende Wohngebäude können außerdem ausgestellt werden von:

  • Handwerksmeister (mit Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Heizungsbau, Bauhandwerk oder Schornsteinfegerwesen)
  • Handwerker mit der Berechtigung, die obigen Tätigkeiten ohne Meistertitel selbstständig auszuüben
  • Techniker (Hochbau, Gebäudetechnik, Bauingenieurwesen, Hochbau), die geprüft oder staatlich anerkannt sind und zwei Jahre Berufserfahrung nach dem Studium vorweisen können
  • Weitere Anbieter mit entsprechender Nachweisberechtigung

Wie viel kostet ein Energieausweis?

Die Höhe der Kosten für einen Energieausweis hängen davon ab, ob er online erstellt wird oder ob ein Energieberater das Gebäude prüft. Letzteres ist zwar teurer, steigert aber auch die Aussagekraft der Modernisierungsempfehlung. Außerdem spielt die Art des Gebäudes bei der Höhe der Kosten eine Rolle, da beispielsweise ein Mehrfamilienhaus aufwendiger zu bewerten ist. Somit liegen die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises zwischen 50 und 500 Euro.

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Von |2019-08-19T11:03:51+01:0019. August 2019|
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