Auch Börsengurus können irren

//Auch Börsengurus können irren

Ob Marc Faber, Prof. Max Otte oder Dirk Müller – sie alle sind erfahrene Finanzmarkt-Experten und tun dies auch gerne und häufig kund. Doch oft genug neigen die Börsengurus nicht nur zur Übertreibung, sondern liegen mit ihren Prognosen schlichtweg voll daneben.

„Bad news are good news“ heißt es bekanntlich, und das gilt auch für die Finanzmärkte. Wenn vermeintliche Experten Prognosen abliefern, die für Angst und Schrecken sorgen, ist ihnen die Aufmerksamkeit gewiss. Diesen Umstand nutzt etwa Dr. Marc Faber immer wieder aus. Der Fondsmanager und Börsenbriefautor genießt unter Anlegern weltweit einen hervorragenden Ruf – nicht zuletzt auch deshalb, weil er unter anderem den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und auch das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 prognostiziert hatte.

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Doch Faber schwächelt seit einigen Jahren, um es nett zu formulieren. So hatte der notorische Börsenpessimist 2013 prognostiziert, dass die US-Zentralbank Fed mit ihrem Latein am Ende sei. Der Zusammenbruch in den USA werde „umfassend“ sein, so Faber in einem Interview mit Bloomberg TV. Der Aktienmarkt gerate außer Kontrolle, der US-Anleihenmarkt werde zusammenbrechen. Ein Staatsbankrott sei denkbar. Doch nichts davon ist eingetreten. Die Kurse an der Wall Street sind bekanntlich kräftig gestiegen, viele Indizes befinden sich mittlerweile sogar auf ein Allzeithoch.

Ende 2015 sagte der Börsenexperte für die USA erneut eine Rezession voraus. Er empfahl Anlegern auf keinen Fall in Aktien zu investieren – auch diese Prognose war ein glatter Irrtum. Das hindert Faber nicht, nochmal nachzulegen. Erst im September prophezeite er im Interview mit dem US-Sender CNBC, dass eine riesige „Vermögenspreis-Inflation“ explodieren werde, sobald die Dinge aus den Fugen geraten sind. Und das sei bald. Der nächste Crash stehe unmittelbar bevor, so Faber. Möglicherweise werde bereits im 2017 der US-Aktienindex S&P 500 bis auf magere 1.100 Zähler einbrechen – das wäre ein Minus von nahezu 50 Prozent. Die Kursgewinne der letzten fünf Jahre würden sich damit quasi in Luft auflösen. Man darf gespannt sein.

Wenn ein Professor zum Fondsmanager wird

Max Otte wird auch gerne als Crash-Prophet bezeichnet – obwohl er das längst nicht mehr ist und sich mit drastischen Prognosen zurückhält. Doch aufgrund seines 2006 veröffentlichten Buches „Der Crash kommt“, in dem er eine große Finanzkrise vorausgesagt hatte, wurde Otte nach dem tatsächlichen Eintreten der Finanzkrise 2007, national und international bekannt. Der Professor für Allgemeine und Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms nutzte seine Prominenz und sammelte mit dem von ihm verwalteten Aktienfonds PI Global Value Millionen Anlegergelder ein. Später kam der Max Otte Vermögensbildungsfonds hinzu, der ebenfalls auf eine rege Nachfrage bei den Investoren stieß.

Das Problem aber war und ist, dass Otte die hochgesteckten Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Seine Fonds liegen bei der Performance deutlich unter den meisten anderen seiner Kategorie. Laut Berechnungen des Fondsanalyse-Hauses Morningstar gehörte der PI Global Value sogar zeitweise zu den schlechtesten Fonds bundesweit. Otte will sich nun nach eigenen Aussagen stärker auf seine Fondsmanagertätigkeit konzentrieren. Weniger Medienpräsenz und weniger Vorträge hat er sich verordnet, sogar an der Hochschule hat er sich bis auf Weiteres beurlauben lassen.

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Verständlich und anlegerfreundlich

Otte ist aber derzeit nicht der einzige prominente Börsenexperte, der mit Produktproblemen zu kämpfen hat. Auch Dirk Müller gehört dazu. Der als „Mister DAX“ bekannt gewordene Börsenmakler versteht es geschickt, Börsenthemen recht verständlich und anlegerfreundlich darzustellen. Ursprünglich lag sein Arbeitsplatz auf dem Parkett der Frankfurter Börse unterhalb der DAX-Tafel, und die Medien nutzten dies, um seinen Gesichtsausdruck zusammen mit dem Kursverlauf des Index als Symbol des aktuellen Börsengeschehens darzustellen.

2011 prognostizierte der mehrfache Buchautor, dass den Finanzmärkten spätestens in drei Jahren der Kollaps drohe. Das hat schon mal nicht hingehauen. Aber egal. 2015 legte Müller den „Dirk Müller Premium Aktien Fonds“ auf, in den Privatanleger knapp 80 Millionen Euro investierten. Die bisherige Bilanz fällt wie bei Otte ebenfalls sehr ernüchternd aus: Der Fonds hat seinen Anlegern bislang ein dickes Minus eingebracht.

Schiffbruch für ehemaligen Börsenkommentator

Ein echtes Negativbeispiel lieferte Stefan Riße. Mit seinem Buch „Die Inflation kommt“ landete der frühere n-tv-Börsenkommentator 2010 noch einen Bestseller. Doch mit seinem 2012 aufgelegten Fonds Riße Inflation Opportunities erlitt er einen echten Schiffbruch. Der Fonds sollte ursprünglich Inflationsgefahren abwehren, von Preissteigerung war aber weit und breit nichts zu sehen. 2015 brach der Fonds um fast 50 Prozent ein, das Fondsvolumen schmolz dahin. Schließlich hatte Riße ein Einsehen und nahm den Fonds komplett vom Markt. Riße erklärte selbstkritisch: „Ich bin als Fondsmanager gescheitert. Da gibt es nichts zu beschönigen, und ich ziehe daher auch die Konsequenz daraus und verabschiede mich aus der Vermögensverwaltung.“

Dass es auch anders geht, zeigt Warren Buffett. Der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway hat ein legendäres Gespür fürs Geldverdienen. Aussagen werden von seinen Anhängern förmlich aufgesogen. Buffett gehört zu den erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Sein Riecher fürs Geldverdienen hat ihm den Spitznamen „Orakel von Omaha“ eingebracht. Auf der Liste der Superreichen des Magazins „Forbes“ ist Buffett stets ganz vorne zu finden. Seine Börsenweisheiten sind so legendär wie einfach. „Regel eins lautet: Verliere niemals Geld. Regel zwei lautet: Vergiss nie Regel eins.“ Das sagte die Investmentlegende einmal auf die Frage nach seiner Anlagestrategie. Der Erfolg gibt ihm Recht – auch ohne reißerische Schwarzmalerei.

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Von |2018-10-24T15:24:21+02:0024. November 2016|
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